Mathilde Egitz
lichtbrüche
ein abschiedsgedicht

(…)
ein einstiges verlangen
vergeht und welkt
brandmarkt alle
das verschwinden ist
unendlich
(…)


Gedanken der Autorin zu „lichtbrüche“

Genauso wie die Lichtbrechung durch ein Prisma funktioniert, also ein einfacher weisser Strahl in seine farbigen Bestandteile zerlegt wird und damit das wunderschöne Spektrum sichtbar, genauso geschieht es mit dem Text, oder soll es mit den zugrundeliegenden Gedanken passieren: Worte des Verlusts werden aufgefächert in Erinnerungen, Abbrüche und Aufbrüche. Verstecktes kommt zutage, Vergangenes öffnet die Vielfarbigkeit aus der Erinnerung. Lichter werden sichtbar wo nur Dunkles war, Farben ergiessen sich aus der vormals nur als Hell-Dunkel wahrgenommenen Retrospektive.

Das Schwarz-Weiss Negativ (im Kern des Lyrikbandes) wird nur richtig wahrgenommen, wenn man es gegen Licht hält. Dunkle Stellen werden im Positiv – also im Foto – als helle Stellen erkannt, und umgekehrt funktioniert es mit den hellen Stellen im Negativ. Diese werden im Foto dunkel.

Somit wandeln sich Rückblicke und Rückschauen immerwährend im Laufe unseres Lebens, sie sind einem ständigem Wandel unterlegen.



Die Publikation ist der zweite Lyrikband von Mathilde Egitz im abo Verlag, grafisch außergewöhnlich gestaltet und mit einem fotografischen Beitrag von David Steinbacher.


Deutsch, 32 Seiten, 12,5 x 25,5 cm
1-Farb-Druck
Softcover mit Karton-Mittelteil und Kuverthülle in
offener Fadenbindung
Gestaltung: Annja Krautgasser
Fotografie: David Steinbacher
Druck: Gugler


© Wien, 2026
ISBN 978-3-903396-09-8


Preis: 18 Euro
inkl. ges. vorgeschriebener UST
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